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Atheistenverband IBKA gegen Kreuze in Behörden

Zuletzt aktualisiert von presse am 26. April 2018 - 16:21

Als unerhörten und massiven Verstoß gegen die weltanschauliche Neutralität des Staates kritisiert der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) die Ankündigung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, dass in jeder Behörde künftig ein Kreuz hängen müsse.

"Der Staat darf nicht einseitig für eine bestimmte Religion oder Weltanschauung Partei ergreifen", sagte René Hartmann, erster Vorsitzender des IBKA. "Das Kreuz ist eindeutig ein Symbol des Christentums. Es zu einem bloßen Kultursymbol umzudefinieren ist abwegig."

Angesichts der Zunahme des Anteils der Konfessionslosen habe die christliche Prägung Deutschlands und auch Bayerns bald nur noch historischen Charakter. Es könne nicht Aufgabe des Staates sein, sich durch das Aufhängen von Symbolen solchen gesellschaftlichen Veränderungen entgegenzustemmen.

Der IBKA fordert den konfessionslosen Bevölkerungsanteil Bayerns auf, sich gegen diesen massiven Verstoß gegen die weltanschauliche Neutralität zur Wehr zu setzen und bei Behördengängen ein Abhängen der Kreuze zu verlangen.

Im IBKA haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um die allgemeinen Menschenrechte – insbesondere die Weltanschauungsfreiheit – und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen. Der Bund tritt ein für individuelle Selbstbestimmung, will vernunftgeleitetes Denken fördern und über die gesellschaftliche Rolle von Religion aufklären.