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Ethikunterricht für alle: Bund für Geistesfreiheit zu Gast im bayerischen Kultusministerium

Zuletzt aktualisiert von presse am 19. April 2018 - 11:45
Bild © 84 GHz, Michael Wladarsch

Am 11. April 2018 war der Bund für Geistesfreiheit (bfg) zu einem Gespräch im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus eingeladen. Thema war "Ethikunterricht - Mitwirkung und Darstellung des Bundes für Geistesfreiheit".

Der Leitende Ministerialrat Dr. Dieter Schütz, der Referatsleiter für den Ethikunterricht Dr. Wolfgang Mutter und sein Mitarbeiter Thomas Wendl begrüßten die sechs Vertreter des bfg hoch über den Dächern von München in der Jungfernturmstraße. Für den bfg nahmen Erwin Schmid, Vorsitzender bfg Bayern, Michael Wladarsch, Vorsitzender bfg München, Rainer Statz, Rechtsreferent bfg Bayern, der Ethiklehrer Raimund Jungbauer, Tien Truong, zwölfte Klasse Gymnasium, und Doris Schmid, M.Sc. teil.

Der bfg sieht die Entwicklung der letzten Jahre durchaus positiv, z.B. die Fortschritte bei der Ausbildung der Ethiklehrer und -lehrerinnen. Trotzdem bleibe die an vielen Schulen mangelhafte Qualität des Ethikunterrichts ein großes Problem. Angesicht der Tatsache, dass Konfessionsfreie in absehbarer Zeit in Bayern die Mehrheit stellen werden (in München sind sie es mit 55% schon), bestehe hier dringender Handlungsbedarf.

Für die Zukunft fordert der bfg die Aufnahme von freigeistigen Ideen und religionskritischen Organisationen in die Ethik-Lehrpläne der Schulen. Darüber hinaus beansprucht die Organisation als Körperschaft des öffentlichen Rechts (und damit rechtlich den Religionsgemeinschaften gleichgestellt) Mitwirkungsmöglichkeiten beim Erstellen der Lehrpläne sowie bei der Ausbildung der Ethiklehrer und -lehrerinnen.

Die Kernforderung des bfg ist und bleibt der gemeinsame Ethikunterricht für alle Schülerinnen und Schüler.