Sie sind hier

Gräuel in der Bibel

Zuletzt aktualisiert von bfg Augsburg am 18. August 2014 - 18:58

Sowas kommt von Sowas:

Seitenlange Hasstiraden, demagogische Kriegspropheten, antike Strafaktionen und Vernichtungsverdikte.

Leseprobe:
" Wen man findet, der wird niedergestoßen; wer ergriffen wird, stirbt durch das Schwert. Ihre Kinder werden vor ihren eigenen Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet. Alle Knaben werden zerschlagen und die Mädchen zerschmettert;... ...Spruch über Damaskus: Seht, Damaskus wird als Stadt verschwinden und zu einem Trümmerhaufen werden.
Verödet sind für immer seine Städte und den Herden überlassen; sie lagern dort, und niemand scheucht sie auf. Ein Ende hat das Bollwerk Ephraims und das Königtum in Damaskus.
Jeremia

Welche Art Messen müssen das gewesen sein, bei denen die Priester solche exzessive Extinktionsverfluchungsliturgie vermutlich in einer Art Sprechgesang rezitiert haben? " Rachegott Jahwe strahle hervor! " Psalm 91, 1 Satanisch. Demagogie der übelsten Sorte. Ein Gott mit dem Anspruch, nur in Begriffen der absoluten Vollkommenheit faßlich zu sein, hat mit seiner faschistoiden Vernichtungs-, Vertilgungs- und Ausrottungs-politik seinen Menschheitsbeglückungswille desavouiert. Streckenweise liest sich GOTT wie der Ideengeber für die Philosophie des Neutronenbombeneinsatzes, nur die Menschen zu vernichten und die Architektur stehen zu lassen.

Josua 11, 13 - 23:
" Alle Städte ... verbrannte Israel nicht, ausgenommen Hazor, ...Alle Beute dieser Städte und auch das Vieh nahmen die Israeliten an sich Alle Menschen aber schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes bis sie alle vernichtet hatten; keine lebende Seele ließen sie übrig ...wie JAHWE es dem Mose befohlen hatte ... "

Frag' niemals: "Warum hat GOTT das zugelassen", ER hat es so gewollt.

" Fluch über jeden, der nur halbherzig ausführt, was der HERR will! Fluch über jeden, der sein Schwert zurückhält vom Blutvergießen. "
Jeremia

Die Erblast der Ideologie Moses der menschenverachtenden Gleichschaltung eines ganzen Volkes, der fanatischen Linientreue, der Säuberungen im Innern (Num. 16 + 17) und des totalen Krieges und der Aufhetzung zum Völkermord nach außen (Moses Kriegsgesetze: Dtn. 7, 1 - 11), machte als Blaupause fungierend und als tradierter Bestandteil der abendländischen paradigmatischen christlichen Prägung die westlichen Nationen vom Frühmittelalter an bis in die Neuzeit dispositionell anfällig für totalitäre geschichtliche Prozesse.
Die Parallelen sind augenfällig: Beide Führer traten in ihren Anfängen jeweils als Befreier von äußerem Unrecht auf: Moses hat Gottes Volk aus der ägyptischen Sklaverei1 befreit und Hitler die Deutschen von der erdrückenden Last und Schmach des Versailler Vertrags. Bei beiden handelte es sich um Lebensraum im Osten.

Geschichte muß unverständlich bleiben, wenn sie nicht als diskursiver Entwicklungsprozess konzeptuiert wird, das eine entwickelte sich historisch diskursiv aus dem als Ausgangsbedingung fungierenden anderen. Oder handelt es sich bei den deutlichen Parallelen zum Nationalsozialismus ganz einfach umunzusammenhängende akzidentielle historische Singularitäten, die obigen Schluß eines Erbsünde-Verhängnisses nicht zulassen? Moses Monotheismus kann nicht der Faschismus des 20. Jhds. angelastet werden! Schließlich trennen beide Phänomene nicht nur Jahrtausende, sondern auch das Problem der Inkommensurabilität, d.h. das Fach: Religion hier, Politik dort. Für die Verbrechen des 20. Jhds. sind schon die Menschen des 20. Jhds. verantwortlich. Wenngleich bei weitem nicht alle, sondern höchstens aktive deutsche Funktionsträger der NSDAP? Darüber hinaus gab es genug Gründe für faschistisches oder zumindestens klammheimliches Wohlverhalten. Motive waren etwa die Möglichkeit des bislang versagten beruflichen Aufstiegs wegen des Freiwerdens einer Position, die zuvor ein Mitarbeiter judaistischer Konfession bzw. Abstammung belegte oder des Rauskegelns eines erfolgreicheren aber beneideten Konkurrenten mittels Denunziation. Endlich eröffneten sich durch die neue politische Entwicklung Gelegenheiten, 'es' einem Feind 'zu zeigen' oder 'heimzuzahlen'.

Überhaupt konnte man wieder stolz sein, ein Deutscher zu sein. Goldhagen liefert zu diesem Punkt in seinem Buch Hitlers willige Vollstrecker sehr umfangreiches wissenschaftliches Material, eine Erklärung für die Entstehung des Antisemitismus, die auf die tieferen eigentlichen Ursachen fokussiert, leistet er aber nicht, hier steht ihm sein eigener Judaismus im Weg.

Aber letztlich waren die Deutschen in ihrer Mehrzahl wohlwollende Durchschnittsbürger christlicher Prägung, die vom braunen Terror nichts wissen wollten, sondern ganz im Gegenteil, Ruhe und Ordnung, Gott und Vaterland, Fichte und Hegel. Und um dem landläufigen Gemüt nachzuempfinden, sich durch den Willen zu bedingungslosem Gehorsam gegenüber irgendeiner Autorität, Gottes Segen versprachen. Vorausgesetzt der Betreffende stellte sich im Sinne ihrer Wahrnehmungsmatrix glaubwürdig als Autorität dar.

Schließlich müssen wir bedenken, daß damals sehr schlechte Zeiten geherrscht haben - d.h. die Begrifflichkeiten, das ganze Vorstellungsvermögen ließ explizit oder implizit zwingend erscheinen, daß ein Volkstum, das in all seinen Gliedern, an Leib und Seele, gesund und von auszumerzenden Verrätern und Gottesmördern gesäubert ist, von der Vorsehung zur Erlösung von allem Übel, zum 1000-jährigen Reich und als Herrenrasse zum Endsieg auserwählt ist. Der Begriff der judaistisch-christlichen kulturellen Prägung des Abendlandes ist keine Leerformel: Die Struktur des Weltverständnisses, das Paradigma der Zeit, war definitiv vom christlichen Monotheismus geprägt, welcher wiederum die Mystik der Auserwähltheit als Volk Gottes als Erbe für sich beansprucht, da sich die antiken Juden als nicht würdig erwiesen haben (Lk. 20: 9 - 10, Apg. 4:10). Mit dieser Überlegung sind wir prompt wieder beim Thema Religion gelandet, welches zunächst mal scheinbar mit politischen Ideologien überhaupt nicht in Verbindung zu bringen ist.

Was passiert eigentlich, wenn man vom Monotheismus die Anthropomorphisierungen abzieht? Dann bleibt eine abstrakte Ausschließlichkeitslogik übrig. Mit allen ihren Implikationen wie Absolutheitsansprüchen bzgl. der Allumfassenheit des Vermögens ihrer Welterklärung und der endgültigen Erlösungsfunktion bei Realisierung ihrer Prinzipien. Von einem Gott, der alle umbringen will, die anderer Meinung sind, bleibt eine absolute, militant verteidigte Intoleranz gegenüber anderen philosophischen Modellen und die innere Notwendigkeit zur Verteufelung der politischen Gegner. Das wiederum bedingt die Unfähigkeit, eventuell gegebene Irrtümer einzugestehen. Alles zusammen bedingt wiederum eine Verhinderung von Lernfortschritt. Strukturelle Dummheit manifestiert sich. Wenn Gott für tot erklärt wird, ist es sein Geist oder sein im allgemeinen Unbewusstsein der Menschen situiertes Paradigma noch lange nicht.2 Und in der Tat wiesen zwar nicht die meisten der in den ersten Jahren der Aufklärung entstandenen philosophischen Weltmodelle die ideologische Charakteristik auf, sich wie ein christliches Dogmengebäude der Falsifizierbarkeit zu entziehen, sie wurden aber von den meisten prompt im Sinne dieses Musters aufgenommen und vertreten.

Aus der Psychologie ist der Sachverhalt bekannt, daß frühkindliche Prägungen in prägungssensiblen Phasen der Individuation von persönlichkeitsbildender Bedeutung sind, mit der Implikation, daß sie ihre unbewußten Auswirkungen noch im Erwachsenenalter ausüben und das in der Regel in völlig anderen Zusammenhängen als zu ihrer Entstehung. Genau damit beschäftigt sich Religion: mit Prägungen auf gesamtgesellschaftlicher Ebene. Judaistisch-christliche Religion definiert die Grenzen des Denkens, bzw. ein paradigmatisches Weltbild. Und will damit unbewußte Automatismen determinieren, die auch dann noch wirksam sind, wenn ihre Ausgangsbedingungen längst Vergangenheit sind. Judaistisch-christlicher Religion geht es um Determination; aus Angst vor dem Unbekannten und Ungewissen, zu dem eine freie offene gesellschaftliche Entwicklung führen kann.

Mose machte Hitler möglich.
Mose initialisierte einen geistigen Teufelskreis, der aus seiner inneren zwanghaften Logik den weiteren jüdischen Geschichtsverlauf zu einer unendlichen Reihung von Kriegen machte, die Juden in die Diaspora verbannte, dem Christentum des europäischen Mittelalters grausame Heidenverfolgungen vererbte bis hin zu den Kreuzzügen und in der Zeit der Inquisition (die bis heute nicht offiziell für beendet erklärt wurde) unvorstellbare Grausamkeiten wg. trivialer Unterschiede in Glaubensfragen und welcher ganze Völker und Kulturen, weltweit insgesamt 90 Millionen Menschen vernichtete.
Im II. Weltkrieg fand diese Geisteskrankheit ihre Kulmination. Und forderte weitere 50 Millionen Menschenopfer. Und wandte sich im Holokaust scheinbar gegen ihre jüdischen Verursacher. Ein Zusammenhang, der nicht zu dumpfen antisemitischen Gemütsbewegungen berechtigt, im Rahmen eines implizit vorauszusetzenden Konzepts des Konstrukts von der "ausgleichenden Gerechtigkeit". Denn die Tragik ist, daß Mose und Aaron nicht zur Verantwortung gezogen werden konnten und es sich bei den 6 Millionen Mordopfern in den seltensten Fällen um orthodoxe Fanatiker handelte, sondern in aller Regel um weltoffene libertinäre jüdische Deutsche und damit hat es in jedem Fall genau die Falschen getroffen.

Wenn in individuellen Grenzfällen die psychologischen Persekutionsaspekte eines Menschen zu übermächtig werden, kann das zu einer Regression zu einer frühkindlichen Prägungsebene führen, d.h. die jeweilige Prägungsmatrix wird abgerufen und ihre intrinsische Logik, ihr Weltmodell, erhält Steuerungsfunktion für das weitere Verhalten. Die Situation der Deutschen nach dem I. Weltkrieg läßt sich sehr gut mit diesen psychologischen Begrifflichkeiten, transponiert auf eine gesamtgesellschaftliche Ebene, beschreiben. Der regressive Rückfall unter den Rahmenbedingungen des Koordinatensystems des europäischen Kulturkreises von judaistisch-christlicher Prägung veranlaßte im Extremfall der 30-er und 40-er Jahre auf gesamtgesellschaftlicher Ebene den Zugriff auf folgenden Prägungszusammenhang, welcher abgerufen und aktualisiert wurde:

Die Kriegsführung3 der antiken Israelis kannte die "Vollstreckung des Banns" als Teil des mosaischen "Heiligen Krieges", der als Blutritual nach dem eigentlichen Kampfgeschehen im Sinne einer kultischen Opferhandlung (und nicht aus Rache oder Hass) eine rituelle Vernichtungsweihe allen menschlichen und tierischen Lebens bedeutete. Und damit von seiner konzeptuellen Zielsetzung auch Frauen und Neugeborene mit einschloß aber definitiv menschliche Regungen wie Vernunft und Mitgefühl und Ethik ausschloß. Der mythologische Überbau dieses Holocausts war eine rituelle Heiligmachung, bei der dem Lebensgeber Gott JAHWE dieses Leben zurück übereignet werde. Darüber hinaus auch erbeutetes Edelmetall für die eigenen kultischen Zwecke. Heutzutage, im Zeitalter der Aufklärung, reagieren wir natürlich mit äußerstem Abscheu auf die scheußlichen Verbrechen GOTTES, wir müssen aber zur Kenntnis nehmen, daß damals ganz andere Zeiten geherrscht haben und das absolute! Verbrechen des Genozids zu allen Zeiten ethisch mit gleichem Maßstab zu werten ist, resp. selbst ein absoluter! Maßstab zur Differenzierung von 'Göttlichkeit' oder 'Satanismus' ist. Wenn das kein Kriterium ist, was dann? Dann gibt es nur noch Beliebigkeit und Willkür und Desinformation. Und Desorientierung. Und die totale Manipulierbarkeit.

1 Von "Sklaverei" kann vermutlich keine Rede sein, da die Hebräer in der 17. Dynastie zur Zeit der Hyksosherrschaft, die ca. 150 Jahre andauerte, nach Ägypen einwanderten. Die Hyksos waren in semitisches Kriegsvolk wie die Israelis und mit diesen und den Kanaanäern aufs engste verwandt. Einige Wissenschaftler vermuten, daß die Hyksos Kanaanäer waren. Das läßt den Schluß zu, daß die Israelis in Wirklichkeit unter der Protektion der Hyksos in Ägypten einen privilegierten Status genossen und die tradierte Information von der "Sklaverei" ins Reich der Mythen verwiesen werden muß. Auch die Phase des Pyramidenbaus war seit 1000 Jahren Vergangenheit. Von Oberägypten geht schließlich eine Befreiungsbewegung gegen die Fremdherrschaft aus und Anfang der 18. Dynastie um 1550 v. Chr. vertreibt Pharao Ahmose die Hyksos endgültig und höchstwahrscheinlich im Zuge der notwendigerweise einhergehenden zunehmenden Fremdenfeindlichkeit die Hebräer gleich mit. Hinzu kommt, daß die Ägypter vermutlich kaum zwischen Hyksos und Hebräern differenzieren konnten: Beide Volksgruppen waren Semiten, sprachen einen ähnlichen Dialekt, hatten denselben kulturellen Hintergrund und als Hirtenvölker dieselbe Lebensweise. Diese Überlegung wirft ein anderes Licht aus den "Auszug aus Ägypten", der treffender als 'Vertreibung' im Zuge des Abschüttelns der Fremdherrschaft zu bezeichnen ist.
2 Die Formulierung ist wg. der Anthropomorphisierung ein bisschen widersprüchlich, richtiger ist hier 'Gott' an sich als Synonym für 'Paradigma' zu definieren.
3 Dr. Gerd Lüdemann, Das Unheilige in der Heiligen Schrift: die andere Seite der Bibel